 Die Veränderungen, welche mit Midori Einzug halten sollen, sind so tiefgreifend, dass ein radikaler Schnitt kaum zu realisieren wäre, ohne dabei den Wegfall der Kompatibilität zu Windows zu riskieren. Da Microsofts Kunden darauf angewiesen sind, ältere Anwendungen problemlos auf neuen Plattformen nutzen zu können, will Microsoft den Umschwung vorsichtig angehen. Die entsprechenden Pläne sind bereits in Arbeit. Dies berichtet die SD Times unter Berufung auf ihr vorliegende interne Dokumente von Microsoft. Den Angaben zufolge gibt es mehrere Modelle für die Bewältigung der Übergangsphase, die zum einen die Programmierung und zum anderen die Nutzerebene betreffen. Verschiedene Ansätze Sie unterscheiden sich vor allem durch das jeweils nötige Level der Koexistenz von "Midori" und Windows sowie die dabei jeweils unterschiedlich große Rolle von Virtualisierungstechnologien. Hintergrund ist der Versuch, die Lauffähigkeit älterer Anwendungen zu sichern, gleichzeitig aber die Degradierung von Windows zur VM für die Nutzung der veralteten Programme auf Basis von anderen Nicht-Microsoft-Systemen zu vermeiden. Microsoft versucht laut den Dokumenten also, den langsamen Abschied von dem uns bisher bekannten Windows so zu gestalten, dass die Kunden letztlich direkt auf "Midori" wechseln, ohne dass alternative Betriebssysteme von möglichen Schwierigkeiten bei der Umstellung profitieren können. "Midori" ist wie bereits berichtet ein aus Komponenten bestehendes Betriebssystem, das direkt auf nativer x86, x64 und ARM Hardware oder unter dem Windows Hyper-V Hypervisor oder auch als Teil eines Windows Prozesses laufen kann |