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Nach der Erweiterung der gesetzlichen Regelungen im Bereich des Tabakgenusses vom Januar dieses Jahres will Spaniens Gesundheitsministerin Elena Salgado (57) nun auch eine Verschärfung der Reglementierung und reduzierte Werbemöglichkeiten für den Verkauf alkoholischer Getränke.
Wie wird sich das auswirken?
Das nun vorgestellte Paket von „Anti-Alkohol“ Gesetzen beinhaltet ein partielles Werbeverbot für alkoholische Getränke. So dürfen, falls dem Gesetz stattgegeben wird, Werbespots für alkoholische Genussmittel nicht mehr in der besten Sendezeit ausgestrahlt werden, sondern erst ab 22.00 Uhr. In Zeitungen und Zeitschriften soll Werbung für Bier, Wein & Alkopops und Schnaps nur mehr an Stellen geschaltet werden die von jugendlichen Lesern nicht frequentiert werden.
Nach alarmierenden Meldungen des Ministeriums trinken rund 30% der spanischen Jugendlichen bereits ab 13 Jahren Alkohol. Trinkorgien und ähnliche Exzesse sind leider Alltag in den spanischen Parks geworden und verursachen bei den leichtsinnigen Kindern lebensgefährliche Alkoholvergiftungen.
Dem Ansinnen der Ministerin Jugendliche nicht in diesen Sumpf absteigen zu lassen steht leider das Gewinnstreben einer mächtigen Lobby entgegen.
Die Alkoholindustrie, allen voran die Winzervereinigung, liefen Sturm gegen diese Bemühungen.
So wurde das Gesetz erst mal „ad Acta“ gelegt - schließlich stehen im Mai Kommunalwahlen an.
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